Sustainable Development GoalsSustainable Development Goals

Die vereinten Nationen haben sich auf 17 Nachhaltigkeitsziele geeinigt. Wir geben einen Überblick, zeigen Potentiale und Herausforderungen für kleine und mittelständische Unternehmen auf.

Auf einen Blick

2015 haben die vereinten Nationen die Agenda 2030 verabschiedet, welche 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung definiert. Die Erfüllung dieser Ziele soll einerseits den Planeten in seiner Vielfalt schützen und seine Ressourcen dauerhaft als Lebensgrundlage bewahren, andererseits Armut und Ungerechtigkeit beenden und ein menschwürdiges Leben aller ermöglichen. Ziel soll es sein, bis 2030 Frieden und Wohlstand für alle Menschen sicherzustellen und gleichzeitig die Ressourcen der Welt zu schonen. Die sogenannten Sustainable Development Goals aus der Agenda decken dabei ökonomische, ökologische und soziale Themen ab. Jeder Staat, jedes Land und jedes Unternehmen sind dazu angehalten, ihr Tun und Handeln danach auszurichten, wobei gerade Industrienationen wie Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen.

Potentiale der Sustainable Development Goals für KMU

Deutschland hat 2017 in seiner deutschen Nachhaltigkeitsstrategie aus der Agenda 2030 insgesamt 63 Indikatoren abgeleitet, wie der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen, Primärenergieverbrauch, Treibhausgasemissionen, Recyclingquote oder Rohstoff-Fußabdruck, die zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele beitragen. Dabei ist die gemeinschaftliche Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg. Jeder einzelne kann ein Beitrag leisten, um die globalen Ziele zu erreichen – Konzerne und KMU gleichermaßen. Dabei zeigen die 17 Ziele verschiedene Potenziale und Handlungsfelder auf, zu denen jeder individuell einen Beitrag leisten kann. Transformationspotenziale für KMU liegen dabei unter anderem in den Bereichen soziale Gerechtigkeit und menschliches Wohlbefinden, Energiewende und Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und schadstofffreie Umwelt.

Anwendungsbereiche für KMU

Vor allem die Industrie und damit auch kleine und mittlere Unternehmen können durch effiziente Ressourcennutzung, eine regionale und nachhaltige Beschaffung, die Ermittlung, Bewertung und Reduktion von CO2 und CO2-Äquivalenten aber auch durch Prinzipien der Kreislaufwirtschaft einen Beitrag zu den ökologischen Aspekten der Nachhaltigkeitsziele leisten. Ebenso sind in sozialen Themengebieten Anwendungsbereiche für KMU- vertreten. Sei es durch Unterstützungsprogramme für eine gesteigerte Gesundheit der Mitarbeitenden oder über firmeninterne Bildungs- und Weiterbildungsangebote zum Ausbau einer hochwertigen Bildung in Deutschland. Unabhängig von Größe und Branche können Unternehmen Themen wie weniger Ungleichheit und Gleichberechtigung angehen, durch Innovations- und Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wirtschaftliche Weiterentwicklungen vorantreiben und zum Wohlstand beitragen. Dabei sollte der gegenseitige Transfer von Wissen und Technologie für ein partnerschaftliches Zusammenwirken forciert werden, um international die Zielerreichung zu gewährleisten.

Herausforderungen

Die Schwierigkeit bei der Erfüllung der Sustainable Development Goals liegt jedoch in der Entwicklung einer Umsetzungsstrategie. „Wie und wo fange ich an?“ sind dabei die häufigsten Fragestellungen. Die Sustainable Development Goals sind hierbei nur eine Orientierungshilfe ohne konkrete Handlungsmaßnahmen aufzuzeigen. Jedes Unternehmen muss eigenständig eine entsprechende Strategie entwickeln, umsetzen und kommunizieren. Zudem müssen notwendige Kapazitäten verfügbar sein, denn die Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie ist kein Sprint, sondern ein Marathon und benötigt neben entsprechendem Know-how vor allem Zeit. Es ist herausfordernd den passenden Ansatz mit den richtigen Methoden für das eigene Unternehmen zu finden und umzusetzen. Meist sind tiefgreifende Änderungen in der Handlungslogik notwendig und auch Mitarbeitende müssen frühzeitig in den Änderungsprozess eingebunden werden.

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