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Das Klima-Café 2026 im Rückblick: Konkrete Impulse für KMUDas Klima-Café 2026 im Rückblick: Konkrete Impulse für KMU

Viele KMU erkennen die Bedeutung von Nachhaltigkeit – doch zwischen Absicht und Wirklichkeit klafft oft eine große Lücke. Mit unserem Klima-Café haben wir gezeigt, wie Unternehmen durch praxisnahe Ansätze schrittweise Emissionen reduzieren, Ressourcen effizienter nutzen und nachhaltige Strategien im Alltag umsetzen.

Online-Frühstück mit den Klima-Coaches

Vom 19. bis 22. Januar 2026 öffnete das Klima-Café erneut seine digitalen Türen. In vier kompakten Morgensessions erhielten kleine und mittlere Unternehmen praxisnahe Einblicke in aktuelle Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthemen.

Die Online-Reihe war auch in diesem Jahr wieder gut besucht und zeigte eindrücklich, dass viele KMU die Relevanz von Nachhaltigkeit zwar bewusst wahrnehmen, aber zwischen Bewusstsein und konkreter Umsetzung im Alltag oft eine deutliche Diskrepanz besteht. Nachhaltigkeit bleibt nach wie vor ein schwer greifbares Thema – besonders dann, wenn Unternehmen mit begrenzten Ressourcen, unklaren Anforderungen und langfristigen Effekten konfrontiert sind. Das Klima-Café vermittelte deshalb in kurzen Webinaren gezielte Maßnahmen und praxisnahe Ansätze, um Nachhaltigkeit für KMU greifbar zu machen.

 

Themen der Klima-Woche

  • Montag: CO₂- & Ökobilanzierung
    Anhand eines praxisnahen Beispiels wurde gezeigt, wie Unternehmen mit ecocockpit ihre Emissionen transparent erfassen und strukturieren können. Die Teilnehmenden erhielten konkrete Anleitungen zur Datenerhebung, zur Ermittlung von Scope 1–3-Emissionen und zur Interpretation der Ergebnisse.
  • Dienstag: Energieeffizienz, Förderprogramme & Themenrad
    Ein Highlight war die interaktive Nutzung des Themenrads, das die Teilnehmenden gemeinsam mit den Klima-Coaches durchlaufen konnten. Dabei wurden konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung, die Nutzung von Fördermitteln sowie die Rolle von Energiemanagementsystemen beleuchtet. Die Diskussionen zeigten: Die Energiekrise hat die Notwendigkeit von Effizienz deutlich erhöht – und viele Unternehmen suchen nun nach klaren, machbaren Schritten.
  • Mittwoch: Kreislaufwirtschaft, Digitaler Produktpass und Sensorik
    In diesem Webinar lag der Fokus auf Innovationen und Systemdenken: Von der Verwertung von Materialien über die Umsetzung von Reuse-Konzepten bis hin zur Rolle von Sensoren zur Überwachung von Ressourcenverbrauch. Besonders interessant war die Diskussion um den Digitalen Produktpass: Wie kann er nicht nur regulatorisch nützlich sein, sondern auch als Werkzeug zur Transparenz und Kundenbindung dienen?
  • Donnerstag: KI & Nachhaltigkeit
    Am letzten Tag des Klima-Cafés ging es um die konkrete Anwendung von KI zur Optimierung von Energieverbräuchen, zur automatisierten Datenerfassung und zur Prognose von Emissionen. Gleichzeitig wurde auf die Bedeutung von IT-Sicherheit und datenschutzkonformen Prozessen hingewiesen. Die Teilnehmenden waren besonders beeindruckt, wie KI nicht nur als „Hype“, sondern als Werkzeug für nachhaltige Entscheidungsfindung eingesetzt werden kann.
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Was macht die Klima-Café-Woche so besonders?

  • Interdisziplinäre Perspektiven: Die Klima-Coaches kommen deutschlandweit aus unterschiedlichen Zentren der Mittelstand-Digital Initiative zusammen und bringen so eine breite Expertise ein – von Energieberatung über Softwareentwicklung bis hin zu Umweltmanagement.
  • Praxisnah: In jedem Webinar wurden die vermittelten Inhalte anhand eines konkreten Beispiels, einer Fallstudie oder eine interaktiven Übung erklärt. Dadurch konnten die Teilnehmenden direkt anwendbare Impulse für ihren Unternehmensalltag mitnehmen.
  • Raum für Austausch: Das Klima-Café dient nicht nur zur Vermittlung von theoretischem Input, sondern fördert einen offenen Austausch über Probleme, Erfahrungen und Fragen – nicht nur zwischen Teilnehmenden und Klima-Coaches, sondern auch unter den Teilnehmenden selbst.

Die Resonanz: Praktisch und Zukunftsorientiert

Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv. Je nach Themenschwerpunkt nahmen zwischen 15 und 25 Personen teil. Besonders gut besucht waren der Auftakt zur CO₂-Bilanzierung sowie der Abschlusstag zum Thema KI und Nachhaltigkeit. Die Mehrheit der Teilnehmenden stammte aus kleinen und mittleren Unternehmen der Region, ergänzt durch Energieberater:innen und ein Großunternehmen. Pro Tag begleiteten 6–8 Klima-Coaches die Diskussionen.

Besonders geschätzt wurden die praxisnahen Beispiele, konkrete Umsetzungshinweise sowie die Möglichkeit zum direkten Austausch im Rahmen interaktiver Formate. Das Klima-Café macht damit erneut deutlich: Nachhaltige Transformation gelingt am besten im Dialog – interdisziplinär, praxisnah und vernetzt.

Was kommt als Nächstes?

Auch wenn das Klima-Café seine digitalen Türen bereits geschlossen hat, können Sie sich auf unseren nächsten Online-Veranstaltungen zu Themen der Nachhaltigkeit informieren: