Ausgangssituation
Aus der Arbeit des Vereins ist bekannt, dass viele Menschen nach Informationen zu barrierefreiem Wohnen suchen. Wohnberater suchen konkrete bauliche Lösungen. Menschen mit Einschränkungen wollen wissen, welche Hilfsmittel es gibt. Angehörige müssen schnell passende Produkte finden. Um diesen Bedarf zu decken, ist es vorteilhaft wenn herstellerneutrale Informationen mit Verweisen auf marktverfügbare Produkte und ggf. auf vertiefende Weiterbildungsmöglichkeiten verknüpft werden. Webbasierte Plattformen bieten dafür eine Möglichkeit.
Für den Verein besteht die Herausforderung vor allem darin, eine solche Lösung umfassend zu konzipieren. Die fachlichen Inhalte und auch didaktische Ansätze, die für die Nutzerführung genutzt werden können, sind weitgehend bekannt. Woran es noch fehlt, ist ein Überblick über verfügbare technische Angebote bezüglich der gewünschten Plattform, des Hostings und ergänzender Tools (z. B. KI-Chatbots) sowie dernen Kosten. Offen ist auch, welche Erlösmodelle für die Finanzierung der Plattform in Frage kommen.
Projektziele
Im Projekt sollen daher ein Geschäftsmodell und umsetzungsreifes Konzept für die Informations- und Austauschplattform zum Thema barrierefreies und assistiertes Wohnen entstehen. Konkret sollen erreicht werden:
- ein klar definiertes Leistungsangebot für unterschiedliche Nutzergruppen,
- ein modular aufgebautes Plattformkonzept, das schrittweise umgesetzt werden kann,
- Transparenz über Kosten, Nutzen und technische Abhängigkeiten,
- belastbare Erlösmodelle zur langfristigen Finanzierung.
Vorgehen
Das Projekt foolgt einem klar strukturiertem Vorgehen und gliedert sich in fünf Schritte
1) Analyse der aktuellen Situation
Zu Beginn reviewt das Projektteam die bestehenden fachlichen, technischen und organisatorischen Anforderungen.
Dabei werden die unterschiedlichen Zielgruppen – von professionellen Wohnberatern über Menschen mit Einschränkungen
bis hin zu Angehörigen – systematisch betrachtet. Auf dieser Basis grenzt das Team typische Nutzungsszenarien der
geplanten Plattform ab und identifiziert zentrale Anforderungen an Inhalte, Funktionen und Nutzerführung.
2) Definition der Projektziele
Aufbauend auf der Analyse werden die Projektziele konkretisiert. Dazu gehört die Festlegung klarer Use Cases,
etwa für die strukturierte Informationssuche, für den Austausch zwischen Akteuren oder für die Buchung von
Qualifizierungsangeboten. Gleichzeitig werden Kriterien definiert, mit denen sich der Projekterfolg messen lässt,
beispielsweise Reichweite, Nutzungsintensität oder wirtschaftliche Kennzahlen.
3) Entwicklung eines Implementierungsplans
Im nächsten Schritt werden verfügbare technische Lösungen für die Plattform selbst, für das Hosting sowie für
ergänzende Tools wie KI-gestützte Chatbots zusammengestellt und bewertet. Das Projektteam ermittelt die zu
erwartenden Kosten und vergleicht unterschiedliche Lösungsansätze. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf
Skalierbarkeit, Wartungsaufwand und möglichen Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern.
4) Vorbereitung der Nutzung und Qualifizierung
Parallel zur technischen Konzeption werden die fachlichen Inhalte strukturiert und in eine digitale Logik
überführt. Daraus werden mögliche Customer Journeys abgeleitet, die eine intuitive und zielgruppengerechte Nutzung
der Plattform ermöglichen. Zusätzlich werden Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote konzipiert, die
perspektivisch über die Plattform vertrieben werden können.
5) Evaluation und Feedback
Abschließend wird das entwickelte Gesamt- und Umsetzungskonzept bewertet. Dabei prüft das Projektteam, ob die
Lösung fachlich, technisch und wirtschaftlich tragfähig ist. Auf dieser Grundlage entsteht ein schrittweises
Umsetzungskonzept, das einen risikoarmen Einstieg über einen Pilotbetrieb und einen späteren modularen Ausbau der
Plattform ermöglicht.
Das Unternehmen
Der WohnXperium e. V. fördert barrierefreies und assistiertes Wohnen. Er betreibt seit 2019 ein Test- und Demonstrationszentrum in Chemnitz. Dort bietet er Schulungen für Wohnungswirtschaft, Pflege und Handwerk, führt Erprobungen durch und veranstaltet Fachevents wie das CareXfestival.






