Ausgangssituation
Wie viele metallverarbeitende Unternehmen steht die Kabu‑Kühn Umformtechnik vor den Herausforderungen von Transformation und Strukturwandel. Auftragsfertigung allein sichert die Zukunft nicht mehr. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, wollte die Geschäftsführung neue Geschäftsfelder erschließen und perspektivisch eigene Produkte am Markt etablieren. Dafür fehlte jedoch bislang ein strukturierter Weg. Denn ein Verfahren, um Produktideen zu entwickeln oder neue Ansätze zu bewerten, existierte im Unternehmen nicht. Insbesondere das Potenzial von Open Source Hardware (OSH) als Grundlage für neue Geschäftsmodelle, Kooperationen und Innovationsprozesse war im Unternehmen weitgehend unbekannt. Der Bedarf war klar: einen neuen Blick auf bestehende Kompetenzen werfen und Zukunftsoptionen systematisch erkunden.
Herausforderung
Die zentrale Herausforderung bestand darin, neue Innovationspotenziale außerhalb der bisherigen Auftragsfertigung sichtbar zu machen. Bestehende Kompetenzen, Technologien und Netzwerke sollten dabei nicht außen vor bleiben, sondern als Ausgangspunkt dienen. Gleichzeitig brauchte es neue Denkansätze, um über das Kerngeschäft hinauszudenken.
Die entwickelten Ideen mussten zur Unternehmensrealität passen und sich mit den vorhandenen Ressourcen umsetzen lassen. Zudem sollten sie zeigen, welchen Mehrwert Open Source Hardware bieten kann.
Vorgehen
In der Workshop-Reihe „How to Open Source Hardware“ unterstützten wir das Unternehmen dabei, einen Überblick über das eigene Geschäftsumfeld zu gewinnen. Nach einer Einführung durch unsere Experten in die Grundlagen von Open Source Hardware wurden die Potenziale des Ansatzes anhand verschiedener Praxisbeispiele diskutiert.
Im anschließenden Ideenworkshop leiteten wir die Teilnehmenden durch die Anwendung verschiedener Kreativ- und Transfermethoden. Beispielsweise entstanden mit der 6-3-5-Methode in kurzer Zeit zahlreiche Ideen. Ergänzend nutzten wir das „Ressourcenpoker“, um vorhandene Stärken, Technologien, Netzwerke und Kompetenzen systematisch sichtbar zu machen und als Ausgangspunkt für neue Innovationsansätze zu nutzen.
Die so entstandenen Ideen wurden gemeinsam diskutiert, weiterentwickelt und vom Unternehmen priorisiert. Ziel war es, mögliche Anwendungsfelder für Open Source Hardware zu identifizieren und erste Ansätze für zukünftige Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Lösung
In den Workshops entstand eine Vielzahl unterschiedlicher Ideen und Anwendungsszenarien, die auf den vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen des Unternehmens aufbauen. Die Teilnehmenden entwickelten neue Perspektiven auf mögliche Produkte, Dienstleistungen und Kooperationen.
Besonders wertvoll war die systematische Verknüpfung bestehender Unternehmensstärken mit neuen Innovationsansätzen. Open Source Hardware wurde dabei bewusst nicht nur als technisches Konzept betrachtet, sondern als möglicher strategischer Ansatz zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und zur Erschließung zusätzlicher Wertschöpfungspotenziale.
Die Workshops haben uns geholfen, unsere vorhandenen Kompetenzen aus einer neuen Perspektive zu betrachten und konkrete Ideen für zukünftige Geschäftsfelder zu entwickeln. Besonders wertvoll war der strukturierte Austausch über Potenziale von Open Source Hardware für unser Unternehmen.






